Aktuelles

  • Als im Jahr 1975 eine Gruppe junger Sportler unseres Vereins mit dem Zug zum Brünner Stausee reiste, um dort mit tschechischen Kindern ein gemeinsames Trainingslager zu bestreiten, trennte beide Länder der Eiserne Vorhang von der Bundesrepublik Deutschland, von Österreich und von der restlichen westlichen Welt. Damals ahnte niemand, dass sich diese erste Begegnung zu einer dauerhaften Beziehung entwickeln würde, die eines Tages Sportler aus Tschechien, der Slowakei, aus Österreich und dem geeinten Deutschland zusammenführen sollte.

    In diesem Jahr war es so weit: Dank der Initiative unserer Brünner Partner kam das von der Europäischen Union im Rahmen des "Erasmus+" Programms geförderte Projekt „Effektives Training und psychologisches Konzept für junge Langläufer“ zustande. Es soll u.a. dem Erfahrungsaustausch dienen und die Freundschaft zwischen Vereinen aus unterschiedlichen EU-Ländern fördern. Vier verlängerte Wochenenden sind für diese Begegnung vorgesehen. Sechs unserer Kinder waren bereits in der Tschechischen Republik und in Österreich zu Gast. In diesem Monat war unser Klub der Gastgeber. Linda Kloß hatte, unterstützt von ihrem Bruder Robert, hat die Begegnung und ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Beim Mannschafts-Orientierungslauf sollte in jedem Vierer-Team je ein Sportler aus den beteiligten Ländern vertreten sein, und beim Vielseitigkeitstraining war für die Dehnungsübungen extra ein hauptamtlicher Trainer bestellt worden. Ein Hauptpunkt am Samstag war der Vortrag des Motivationstrainers Florian Färber, bei dem die Sportler aktiv mit einbezogen wurden. Am Tag der Abreise kamen noch einmal alle bei Cross und zügiger Wanderung ins Schwitzen. Eine Gruppe durchlief bei hochsommerlichen Temeraturen die 14 Kilometer von Maxen über den Wilisch zur Talsperre Malter.

    Sprachliche Barrieren gab es nicht. Matti Dörner, der die Deutsch-Tschechische Schule in Pirna besucht, hatte zwei seiner tschechischen Klassenkameraden mitgebracht. Tom und David halfen nicht nur beim Übersetzen, sondern bezogen mit den anderen im Heidenauer Hotel Quartier und machten alle sportlichen Übungen selber mit. Unser Dank gilt auch neben Linda und Robert den Eltern, die mit Kuchen und schmackhaften Salaten zum Gelingen des Grillabends beigetragen haben. Die nächste und letzte Begegnung findet im November im slowakischen Strbske Pleso statt.

    Dieses Projekte beinhaltet auch eine eigene Homepage unter https://www.ski-project.eu, auf der weitere aktuelle Infos und Bilder zu finden sind.

    Zum Foto: Kinder von beiden Seiten des ehemaligen Eisernen Vorhangs bei gemeinsamem Sport und Spiel (Foto: Olaf Reichelt).

  • Mancher Leichtathlet oder Fußballer könnte bei den derzeitigen Temperaturen etwas neidvoll auf die Wintersportler blicken, denn die tragen ihre Skiwettkämpfe bei erfrischenden Minusgraden aus. Doch bei der Vorbereitung auf den Winter wird auch bei ihnen geschwitzt. Die letzte Ferienwoche gilt wie üblich dem Trainingslager im Klingenthaler Ortsteil Mühlleithen.

    21 Teilnehmer im Alter von acht bis 18 Jahren hatten sich eingetragen. und 23 Sportler mit Übungsleitern sind auf dem Foto zur Lehrgangseröffnung zusehen. Keins der Kinder und Jugendlichen ist krank geworden, und niemand ist wegen der Hitze zu Hause geblieben. Das Trainingsgelände liegt 850 m über dem Meeresspiegel. Hier ist ein straff organisiertes Training mit Inlinern oder als Cross im Gelände zu absolvierten. Nach dem Abendbrot steht gewöhnlich eine dritte Trainingseinheit in der Sporthalle mit Gymnastik, Dehnung und Spiel sowie zahlreichen athletischen Übungen auf dem Programm.

    Das Sommer-Trainingslager ist erst der Anfang. Um im Winter fit zu sein, müssen auch die Trainingslager in den Herbst- und Weihnachtsferien sowie mehrere Sommerwettkämpfe im Rahmen des Sachsenpokals der Langläufer besucht werden.

    Zum Foto: Aufstellung zum Gruppenfoto vor dem Quartier im Begegnungszentrum Mühlleithen (Fotograf unbekannt).

  • Eine Woche nach den Altersklassen 10 bis 13 versammelten sich die AK 14 bis 17 im westlichen Erzgebirge, um sich der Athletik-Überprüfung zu unterziehen. Während es in Chemnitz 115 Teilnehmer waren, kamen in Oberwiesenthal 49 Starter zusammen. Aus unserem Klub waren unsere beiden Sportschüler Arvid Reichelt (AK 17) und Nico Dsaak (AK 15) sowie als Nichtsportschüler Adrian Kaul (AK 14) dabei. Am 3000-m-Lauf nahmen auch einige Erwachsene teil, unter ihnen mit Richard Leupold ein weiterer Niedersedlitzer.

    Nico war mit seinen Ergebnissen sehr zufrieden. Während er im vergangenen Jahr Platz 4 in der Rangliste seiner Altersklasse belegte, erkämpfte er sich am 30. Juni Platz 2. Arvid wurde zusammen mit dem nächstälteren Jahrgang gewertet. So gesehen ist der fünfte Platz mit 659 von 700 möglichen Punkten eine sehr gute Leistung. Zu Platz 3 fehlten ihm nur fünf Punkte. Adrian hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Doch er denkt nicht daran, aufzugeben. Sein Ziel ist es, bei der Herbstüberprüfung seinen Punktestand zu verbessern.

    Zum Foto: Nico auf dem Inliner-Parcours, gerade durchläuft er die rot markierte Slalomstrecke auf einem Fuß.

  • Mit großer Spannung wurde von Kindern, Eltern und Übungsleitern der Wettkampf in Chemnitz erwartet. Es ging nicht allein um die Athletik-Überprüfung im Rahmen des Sachsenpokals. An diesem Tag sollten auch die neuen Landeskader und die Mitglieder des "Team Sachsen" nach vorn gerufen werden. Beide Male waren unsere Kinder dabei. Als Landeskader wurden Sonja Uhlig und Sebastian Koritz (beide AK 11) sowie Cornelia Schenk (AK 12) geehrt. Die Berufungsurkunde für das Team Sachsen erhielten Cornelia Schenk und Florian Bäcker (beide AK 12).

    Doch der eigentliche Grund für die Fahrt nach Chemnitz war die Athletik-Überprüfung. Von jedem Sportler mussten zehn völlig unterschiedliche Stationen durchlaufen werden. Dazu gehörten Turnen, Seilspringen, Balancieren auf der Slackline und als Abschluss der 1000-Meter-Lauf. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen. Neben dem regulären Training wurde den Kindern Zusatztraining auf Inlinern und in der Laufschule angeboten.

    Der Aufwand hat sich gelohnt. Unter den 115 für Chemnitz gemeldeten Startern aus ganz Sachsen kamen 15 aus der Landeshauptstadt. Mindestens genauso viele Erwachsene waren dabei, um ihren Kindern beizustehen und aus erster Hand deren Ergebnisse zu erfahren. Sie wurden nicht enttäuscht: Von acht möglichen Altersklassensiegen entfielen zwei auf unseren Klub. Arvid Löwe erreichte Platz 1 in der männlichen AK 10,  und Cornelia Schenk siegte in der weiblichen AK 12. Dazu kam durch Sebastian Koritz (AK 11) ein zweiter Platz, und Marie Göpel sowie Julius Kröcher (beide AK 10) belegten Platz 3. 

    Zum Foto: Die AK 10 ist zum ersten Mal bei einem Athletik-Test dabei. Bei den Jungen AK 10 gab es mit Arvid (Mitte) und Julius (rechts) gleich zwei Podestplätze für Niedersedlitz.

  • Was machen unsere Erwachsenen im Sommer? Während sich die Kinder auf die Athletik-Überprüfungen vorbereiteten, statteten die Älteren dem Stadtfest Pirna einen Besuch ab. Traditionell nahmen sie als „die schlagkräftigen Eisbären“ am dortigen Drachenbootrennen teil. Schon 1997 waren sie zum ersten Mal dabei. Die Erfolge waren in den vergangenen 20 Jahren recht unterschiedlich.

    Dem Engagement von Uwe Durdel ist es zu verdangen, dass in diesem Jahr wieder eine 18er-Mannschaft plus Trommler (Kristina Schenk) zusammen gekommen ist. Bei zehn Booten qualifizierten sie sich für das große Finale. Dort kämpften vier Boote um den Sieg. Die „schlagkräftigen Eisbären“ erreichten mit nur wenigen Zentimetern Vorsprung als Erste die Ziellinie, gefolgt von den Teams aus Heidenau und Pirna. Die Freude war trotz des beginnenden Regens riesengroß, denn bei ihren letzten Auftritt vor zwei Jahren reichte es nur für Platz 4.

  • „Was macht ein Wintersportler eigentlich im Sommer?“ Es gibt wohl kaum einen Skilangläufer, der diese Frage noch nicht beantworten musste. Unsere Kinder wissen es ganz genau: Sie bereiten sich auf die Wettkämpfe zum Sachsenpokal vor. Dazu gehören neben sechs Winterwettkämpen auch fünf Sommerwettbewerbe.

    Einer davon ist die Athletiküberprüfung für die Altersklassen 10 bis 13 am 23. Juni in Chemnitz. Dabei geht es um Vielseitigkeit. Zehn unterschiedliche Übungen sind zu absolvieren. Neben Turnen, Seilspringen und einem 30-Meter-Sprint gilt es auch, einen Inliner-Parcours zu durchlaufen. Er umfasst zehn Stationen, die Standsicherheit und schnelles Reagieren erfordern, zum Beispiel beim Rollen in der Standwaage, beim Durchlaufen einer Slalomstrecke oder beim Überspringen eines Hindernisses.

    Dreimal haben unsere Kinder die Möglichkeit, in einem Zusatztraining ihr Können auf Inlinern zu festigen. An Interessenten fehlt es nicht. Am 13. Juni nutzten 13 Kinder dieses Angebot. Sie wollten nicht nur üben, sondern von ihren Übungsleitern Katharina und Robert auch erfahren, was sie noch verbessern müssen. Am Ende blieb sogar noch etwas Zeit für ein Spiel auf Inlinern. 

    Zum Foto: Sebastian beim Überspringen eines Hindernisses