Richard Leupold: Nachdem er am 26. Februar 2020 in Oberstdorf den Titel des Deutschen Meisters der Herren im KT-Sprint eroberte, wurde er am 01. März 2020 in Oberwiesenthal Weltmeisterschafts-Sechster der U23 im FT-Sprint.

Richard startet in diesem Winter zum dritten und letzten Mal in der U23. Diese Gelegenheit nutzt er nach besten Kräften. Während unsere Sportler in Sachsen vergeblich auf Startmöglichkeiten warten, konnte er als Bundeskader ständig nationale und internationale Wettkämpfe in schneesicheren Gebieten bestreiten. Vergangenes Wochenende waren es die Deutschen Meisterschaften der Jugendlichen und Erwachsenen in Oberstdorf im Allgäu. Als sein bestes Ergebnis errang er beim Sprint in der Klasse U20/Herren über 1,5 km den Meistertitel. Ihm kam dabei zugute, dass ihm die klassische Technik besser liegt als die freie. Andererseits musste er als U23-Starter auch alle Männer hinter sich lassen.

 

Höhepunkt der Saison sind für Richard die Weltmeisterschaften der Junioren und U23 in Oberwiesenthal vom 28. Februar bis 08. März 2020. Neben den Langläufern starten auch Springer und Nordisch-Kombinierte. Für die jungen Langläufer der U23 sind vier deutsche Athleten nominiert worden, neben Richard auch Janosch Brugger von der WSG Schluchsee, Josef Fässler vom SC Scheidegg und Florian Knopf vom SLV Bernau. Drei von ihnen hatten mit dem FT-Sprint über 1,3 km ihren ersten Start im Rahmen der WM. Für Richard lief es großartig. Im Prolog kam er auf Rang 11 (von 71). Josef schied nach dem Viertelfinale aus und Janosch nach dem Halbfinale. Richard hatte es bis ins Finale geschafft. Hier lief er an dritter Stelle. Durch einen Sturz am Berg musste er alle anderen ziehen lassen und erreichte als Sechster das Ziel. Trotzdem, ein großartiger Erfolg, und das bei dem von ihm weniger geliebten Freistil. Beim Interview im Sachsenspiegel klagte er nicht über seinen Sturz, sondern versicherte, dass er trotzdem zufrieden ist. Wir sind es auch!

 

Zum Foto von Heike Reichelt: Richard im Gespräch mit seinem Oberwiesenthaler Trainer Lars Hänel nach seinem ersten WM-Wettkampf.